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In der Weihnachtszeit wird in der Christuskirche zum ersten Mal
eine Krippe zu besichtigen sein. Cordelia Deesz, Saarbrücken,
hat sie geschaffen aus einer besonderen Idee heraus. Kein
romantisches Idyll einer traditionellen Krippe zeigt sie uns.
Vielmehr verknüpft sie das Geschehnis der Geburt Christi mit der
Geschichte, die diese Geburt in der Welt nahm. Wie ist die
Menschheit mit der Geburt des Heilandes im Laufe der Geschichte
umgegangen? Was hat sie aus ihr gemacht? "Der lange Weg nach
Bethlehem" nennt sie ihr Werk, das aus vielen einzelnen Szenen
besteht, die sich oft auch aus dem Hier und Heute ableiten und
in einen Bezug gesetzt werden zu dem, der da in der Krippe
liegt. Da sind die Hirten die Armen unserer Tage, die von Jesus
gerufen werden: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und
beladen seid". Da treffen wir die "Gruppe der Konfessionen"
(Orthodoxe, Katholiken, Protestanten - vertreten durch jeweils
einen Geistlichen) genauso wie einen UN-Soldaten, der die
Friedenstaube bringt: "Selig sind, die Frieden stiften...". Die
Verbreitung des Christentums um die ganze Welt wird dargestellt
durch Repräsentanten der Kontinente. Dabei wird nicht
verschwiegen, dass sie allzu oft ein gewaltsamer und
ausbeuterischer Akt gegenüber vielen Völkern war. Ein
Widerspruch, der sich in der Nähe der in Bethlehem in die Welt
geborenen Liebe um so schärfer konturiert. |